TagungsberichteAbstracts: The 18th Plant Taphonomy Meeting, Vienna, 26th of January 2008Abstracts: International Plant Taphonomy Meetings, 1999-2008Messel-Arbeitstreffen 2009Im Forschungsinstitut Senckenberg, Forschungsstation Grube Messel, fand am 16.03.2009 wieder ein Arbeitstreffen der über die Fossillagerstätte Grube Messel forschenden Wissenschaftler statt. Dieses jährliche Treffen dient als informelles Informations- und Diskussionsforum für alle Aspekte der Messel-Forschung. Bei dem Treffen präsentierten 14 Vortragende den über 30 Teilnehmern aus verschiedenen Universitäten und Museen Deutschlands ein breites Vortragsspektrum. Die Bandbreite reichte von geologischen, geochemischen und paläobotanischen Themen bis hin zu Berichten über fossile Invertebraten, Vertebraten und das im Bau befindliche Besucherzentrum Grube Messel. Der erste Vortragsblock hatte einen geologischen Schwerpunkt. Hier wurde über Maare aus dem Proterozoikum von Australien, Ereignissedimentation in verschiedenen Maarseen, die Geologie der Baugrube des neu entstehenden Besucherzentrums der Grube Messel und neue Ansätze für die Rekonstruktion des Messel-Maares berichtet. Geochemische Fragestellungen behandelte ein Vortrag über Isotopenuntersuchungen an Wirbeltieren aus der Grube Messel. Am Nachmittag folgten Vorträge über klimatische Aussagemöglichkeiten von Pflanzen, sowie über die Biodiversität von Wasserflöhen, Schaben und Blattschneiderbienen aus der Grube Messel. Im letzten Vortragsteil standen Wirbeltiere und das neue Besucherinformationszentrum im Mittelpunkt. Es wurde über Echsen und den Neufund eines Säugetieres aus der Grube Messel berichtet, ebenso über Projekte zur Mikrotomographie und über Freilandbeobachtungen von Fledermäusen. Diese wurden in Zusammenhang mit dem Projekt „Biodiversität in der Grube Messel – Heute“ getätigt. Den Abschluss bildeten Vorträge zu einem geotouristischen Projekt und zur aktuellen Entwicklung des Besucherzentrums Grube Messel, das 2010 eröffnet werden soll. Sonja Wedmann, Messel & Stephan Schaal, Frankfurt ![]() Gruppenbild der Tagungsteilnehmer 3. Bonner Paläoentomologen-Treffen 2006Der Arbeitskreis "Paläoentomologie" der DGaaE (Deutsche Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie) hat sich nunmehr bereits zum dritten Mal im Goldfuß-Museum der Universität Bonn getroffen. Das Institut für Paläontologie war Gastgeber für die mehr als 30 Teilnehmer, die in diesem Jahr nicht nur aus dem deutschsprachigen Raum, sondern auch aus Frankreich und Argentinien angereist waren. ![]() Gruppenbild der Tagungsteilnehmer im Goldfuß-Museum. Foto Wolfgang Zessin Sandelzhausen Symposium 2005 in MainburgDie miozäne Fossilfundstelle Sandelzhausen befindet sich ca. 70 km NNE von München zwischen Ingolstadt und Landshut am Stadtrand von Mainburg. Stratigraphisch wird sie in der limnofluviatilen Oberen Süßwassermolasse des bayerischen Molassebeckens angesiedelt. Seit ihrer Entdeckung im Jahre 1959 spielte sie eine bedeutende Rolle unter den Forschungsaktivitäten der Münchener Paläontologie, insbesondere von Volker Fahlbusch. Er war federführend bei der Organisation zweier Grabungskampagnen von 1969 bis 1974 und von 1994 bis 2001, die ca. 50.000 bestimmbare Objekte von Wirbeltieren, insbesondere Säugetiere, lieferten. Damit ist Sandelzhausen nicht nur die reichhaltigste Fossilfundstelle der süddeutschen Molasse, sondern auch von ganz Europa für das Säugetieralter MN5 im mittleren Miozän. Mainburgs erster Bürgermeister, Josef Egger, hatte die wissenschaftlichen Grabungen ab 1994 in herausragender Weise durch verschiedenste unentbehrliche Hilfeleistungen sowie durch die Freigabe von Baugrund und das Aussprechen von Baustops, die die zweite Grabungskampagne überhaupt erst möglich machten, unterstützt. Nachdem die Grabungen endgültig abgeschlossen waren, wurde die Auswertung des Fundmaterials vorangetrieben. 18 Spezialisten aus dem Inland und fünf europäischen Ländern sowie den U.S.A. konnten zusätzlich zum Münchener Team gewonnen werden, die repräsentierten Tiergruppen zu bearbeiten. Die aus Fauna, Sedimentologie und Taphonomie erarbeitete Datenfülle zeigte bald, dass ein dringender Bedarf an Wissensaustausch und Diskussion zur Interpretation der Genese und Paläoökologie dieser Fundstelle bestand. Zu diesem Zweck wurde in München und Mainburg die Idee eines Symposiums geboren. Die Stadt Mainburg bot sich als Gastgeber an und die DFG bewilligte einen erheblichen Zuschuss zur Durchführung einer internationalen Fachtagung. Damit ergaben sich beste Voraussetzungen für das "Sandelzhausen Symposium" vom 13.-15. Sept. 2005. Als besondere Gäste wurden wir eingeladen in den Sitzungssälen des Rathauses in Mainburg zu tagen. Die lokale Presse zeigte reges Interesse und räumte der Veranstaltung für einige Artikel Platz ein. Zum Auftakt empfing uns Bürgermeister Josef Egger am Vorabend des Symposiums im Mainburger Rathaus. In seiner Begrüßungsrede betonte er, dass sich Mainburg der großen Bedeutung der Fundstelle und der Verantwortung, die sich daraus ergibt, bewusst ist. Seinem Stolz, in diesem Zusammenhang Gastgeber einer internationalen Wissenschaftlergruppe sein zu dürfen, gab er offen Ausdruck. Am Morgen des ersten Symposiumstages hob die Präsidentin der Paläontologischen Gesellschaft, Bettina Reichenbacher, in ihrem eröffnenden Grußwort dieses Engagement in der Förderung paläontologischer Forschung als herausragend hervor. Die ersten beiden Tage standen für die zahlreichen Präsentationen der Tagungsteilnehmer zur Verfügung. Die einführenden Präsentationen widmeten sich den fossilführenden Sedimenten und deren Position in der Litho- und Magnetostratigraphie sowie klimatischer Hintergründe. Es folgten Darstellungen zur aktuellen Einstufung der Fossillagerstätte in der regionalen und überregionalen Biostratigraphie sowie von Beobachtungen zur Taphonomie, Paläopedologie und Diagenese in der Fundschicht. Die Präsentationen zur Fossilvergesellschaftung begannen mit einer Analyse der Zusammensetzung der herbivoren Säugetiere und wurde fortgesetzt mit Kurzberichten zur Zusammensetzung, Ökologie und Taphonomie der verschiedenen Tiergruppen: u.a. Schnecken, Muschelkrebse, Vögel, Beutelratten, Insektenfresser und Fledermäuse, Raubtiere, Hamster, Schlafmäuse, Hasentiere, Schuppentiere, Nashörner, Pferde, Krallentiere, Schweine, Wiederkäuer und Rüsseltiere. Eine weitere Präsentation befasste sich mit der Paläovegetation zeit- und raumgleicher Fossilfundstellen. Die präsentierten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der dritte Tag des Symposiums war Workshops zur Genese der Fundstelle und Charakterisierung des Paläoökosystems gewidmet. Auf der Grundlage aller vorgetragenen sowie bereits publizierten Ergebnisse zur Sedimentologie und Taphonomie von "Sandelzhausen" wurden mögliche Interpretationen der Ablagerungsbedingungen und des Ökosystems diskutiert. So kann im Profil von der Basis bis zum Top ein Wechsel von fluviatilen zu limnischen Ablagerungsbedingungen mit häufigem Trockenfallen und Bodenbildungen rekonstruiert werden. Klimatische Indikatoren für ein warm gemässigtes Klima sind vor allem Schnecken- und Muschelkrebsfaunen. Die Fisch- und Amphibienfauna dokumentiert ein saisonales Austrocknen des stagnierenden Wasserkörpers, was trockene Sommer und feuchte Winter anzeigt. Beides steht im Einklang mit aktuellen Ergebnissen paläobotanischer und herpetologischer Analysen im Mittleren Miozän des Molassebeckens. Sowohl für die Niederschlagsmenge als auch für die Temperatur können saisonal bedingte Grenzwerte rekonstruiert werden. Sandelzhausen hatte während der Sommermonate maximal 660 ± 220 mm Niederschlag und in den Wintermonaten 800 ± 220 mm. Die mittlere Temperatur für den wärmsten Monat beträgt 15,7°C bis 20,8°C und für den kältesten Monat 4,8°C bis 13,3°C, wobei die Anwesenheit von Krokodilen und Chamäleons die Jahresminimumtemperatur auf 13°C festlegen lassen. Darüber hinaus dokumentiert die Präsenz bestimmter Tiergruppen permanent vorhandenes Wasser (u.a. Krokodile, aquatischer Maulwurf, Gänse), viel stehendes Wasser (Hirschferkel), ein stagnierendes Süßwasserhabitat (Schnecken), offene terrestrische Habitate (u.a. Krallentiere, Riesenschildkröte), geöffnete Bereiche zwischen Baumbeständen (Pferde), Bäume (u.a. Baum- oder Flughörnchen, Singvögel, Hühnervogel Palaeortyx), ganzjährig Blätter tragende Büsche und Bäume (u.a. Nashörner, Rüsseltiere), trockene Habitate (u.a. Schuppentiere, Erdhörnchen) und Wälder mit Unterwuchs (u.a. Schweine, kleine Wiederkäuer). Neben den autochthonen Elementen (aquatische Schnecken, Muschelkrebse, Fische, Amphibien) ist der größte Teil der Vergesellschaftung allochthonen bzw. parautochthonen Ursprungs, der sicherlich den engeren terrestrischen Umkreis des Ablagerungsortes (Tierarten die zum Trinken und Jagen an die Wasserstelle kamen) charakterisiert (bis 50 km, je nach Reviergröße), eventuell aber auch aus noch weiter (50 bis 100 km oder sogar darüber hinaus) entfernten Lebensräumen stammen (z.B. Biber). Der scheinbare Widerspruch von trockenen und feuchten sowie offenen und geschlossenen Habitaten kann als deutliches Signal für einen hochgradig differenzierten Mosaik-Lebensraum (z.B. eng begrenzte Waldinseln zwischen Flussrinnen, Altwasserarmen und Überflutungsebenen mit Marschen), wie er für Süßwasserfeuchtgebiete typisch ist, sowie Mikrohabitate (z.B. sandige Steilufer der Flussrinnen) unter dem Einfluss massiver saisonaler Wechsel in der Niederschlagsmenge mit möglichen Migrationen der Tiere zwischen den nördlich gelegenen Hochgebieten und dem Molassebecken gesehen werden. Es zeigte sich, dass Sandelzhausen einige Besonderheiten aufweist, die bisher nicht von anderen Fundstellen beschrieben wurden. So geben z.B. eine einzelne humose Lage und auch über nahezu das gesamte Profil verteilte Kiesel Rätsel im Hinblick auf die Ablagerungsdauer der gesamten Fundschicht auf. Im Vergleich mit weiteren raum- und zeitgleichen Fundstellen gibt es gravierende, wohl ökologisch bedingte Abweichungen in der Fossilvergesellschaftung. So ist das Artenspektrum der Pflanzen fressenden Großsäugetiere, Nagetiere und Raubtiere vergleichsweise klein. Unter den Großsäugern ist generell ein ungewöhnlich hoher Anteil an Resten von Jungtieren feststellbar. Unter den Raubtieren fehlen gänzlich Knochenbrecher und auf Bäumen lebende Formen, aber auch Otter, Antilopen, Hauerelefanten und die Nashornart Brachypotherium wurden nicht gefunden. Ein Manuskript über die Tagungsergebnisse zur Genese und Ökologie sowie mit Diskussionen zu den speziellen Merkmalen der Fundstelle ist derzeit in Bearbeitung und wird in einer internationalen Fachzeitschrift publiziert. Ein Themenheft der "Paläontologischen Zeitschrift" mit Beiträgen zur Fauna der Fossilfundstelle Sandelzhausen wird spätestens 2007 erscheinen. Im Rahmen des Symposiums fanden auch zwei gesellschaftliche Ereignisse zum Thema "Sandelzhausen" statt. Am Abend des 13.09. hielt Volker Fahlbusch im Sparkassensaal im Mainburg einen öffentlichen Vortrag mit Rückblick auf die Fossilfundstelle seit ihrer Entdeckung. Aus seinem Fundus zeigte er manches inzwischen historisch bedeutende Dia. Damit weckte er viele schöne Erinnerungen, schürte aber auch gleichzeitig die Wehmut über den endgültigen Abschluss der Grabungen. Am Nachmittag des 14.09. wurden zwei große Informationstafeln zur Fossilfundstelle feierlich enthüllt. Sie wurden auf Anregung der Münchener Paläontologen seitens der Stadt Mainburg an der ehemaligen Grabungsstelle in der Prof.-Dehm-Straße in Mainburg-Sandelzhausen errichtet, um die Öffentlichkeit über die wissenschaftliche Bedeutung dieses Ortes zu informieren. ![]() Begrüßung der Tagungsteilnehmer durch Bürgermeister Josef Egger vor dem Rathaus in Mainburg (vorderste Reihe v.l.n.r.: Gertrud Rößner, Volker Fahlbusch, Daria Petruso, Wilma Wessels; zweite Reihe v.l.n.r.: Ursula Göhlich, Margery Coombs, Josef Egger, Henriette Jechorek, Chiara Angelone, Reinhard Ziegler, Wolfgang Witt, Norbert Schmitd-Kittler; dritte Reihe v.l.n.r.: Thorsten Kowalke, Gerhard Doppler, John Damuth, Jan van der Made, Kurt Heissig; letzte Reihe v.l.n.r.: Dietmar Jung, Pierre Mein, Florian Bauer; es fehlen: Ralph Annau, Madelaine Böhme, Thomas Kaiser, Markus Moser, Jerôme Prieto, Bettina Reichenbacher, Clara Stefen, Zbigniew Szyndlar. ![]() Enthüllung der beiden Informationstafeln durch Prof. Fahlbusch an der ehemaligen Grabungsstelle in der Prof.-Dehm-Strasse. Gertrud Rößner, München Es wächst zusammen, was zusammen gehört!"Ostracodology - linking bio- and geosciences" war der Titel des 15. Internationalen Symposiums der Ostracodologen (ISO), zu dem die Berliner Paläontologen Dr. Michael Schudack, Dr. Ulla Schudack und Prof. Dr. Steffen Mischke eingeladen hatten. Vom 12.-15. Sept. 2005 bot der neu renovierte Lankwitz Campus der FU Berlin Raum für den intensiven wissenschaftlichen Austausch von 150 Teilnehmern aus 36 Staaten, von denen einige bereits auf der Vor-Symposiumsexkursion mit Peter Frenzel und Finn Viehberg an den Küsten Nordostdeutschlands und auf der Ostsee unterwegs waren um fossile und rezente marine Ostracoden zu beproben. Nach einer feierlichen Begrüßung durch den Vizepräsidenten der FU Berlin, Prof. Keupp, den Chairman der International Research Group on Ostracoda (IRGO), Prof. Alan Lord, und den Gastgeber Dr. Michael Schudack startete das mit 65 Rednern sehr dichte Vortragsprogramm. Bereits die Gliederung der Vorträge trug der angestrebten Interdisziplinarität Rechnung: die Vorträge wurden nicht nach geologischen Zeitaltern, sondern nach Themen wie "Evolution and Systematics", "Biogeography" oder "Reproduction, Ontogeny and Behaviour" zusammengefaßt. Dementsprechend waren die fachübergreifenden Diskussionen nicht selten sehr lebhaft und immer fruchtbar. Zusätzlich zum Vortragsprogramm präsentierten 86 Kollegen und Kolleginnen ihre neuesten Ergebnisse auf Postern. Parallel zu den Postersessions wurden drei Workshops angeboten, in denen sowohl neue Entwicklungen in der Lichtmikroskopie als auch im Bereich der Computersoftware für die optische und statistische Verarbeitung von mikroskopischem Bildmaterial präsentiert wurden. Trotz des engen Veranstaltungskorsetts wurden zudem noch Gruppentreffen organisiert - so tagten nebenbei und bis tief in den Abend hinein die deutschsprachigen und die italienischen Ostracodenforscher, die "Paläozoiker" und die Mitglieder des EU-geförderten Marie-Curie-Netzwerks SexAsex. Bei einem solch straffen wissenschaftlichen Programm waren die Teilnehmer am dritten Tagungstag erleichtert, am Nachmittag auf Tour gehen zu können. Die mid-symposium-excursion führte die Ostracodenforscher auf einem Charterboot über die Spree durch Berlin, inklusive touristischer Führung und natürlich auch einer erfolgreichen Probennahme von Süßwasserostracoden mit dem Sedimentgreifer und einem eigens entwickelten core-sampler. Nach dem Ende der Vorträge am vierten Tag des Treffens stand ein besonders für die Nachwuchsostracodologen wichtiger Punkt auf dem Programm: die Verleihung des Sylvester-Bradley-Awards für den besten Vortrag und das beste Poster aus dem Kreis der jüngeren Wissenschaftler. Dieser Preis wurde von den Herausgebern des Stereo-Atlas of Ostracod Shells gestiftet und erstmals 2001 anlässlich des ISO14 in Shizuoka vergeben. Diesmal konnten sich gleich drei junge Ostracodenforscher über ein Preisgeld freuen: Simone Brandao (Hamburg) und Shinnosuke Yamada (Shizuoka) für ihre anregenden Vorträge sowie Shimpei Hiruta (Hokkaido) für sein fesselndes Poster. Vorletzter Programmpunkt war natürlich die IRGO Sitzung, auf der zunächst die Wahl des neuen Vorstandes mit folgendem Ergebnis durchgeführt wurde: Chair: Koen Martens; Vice Chair: Dermeval Do Carmo; Secretary: Michael Schudack; Treasurer: Akira Tsukagoshi; Past Chair: Alan Lord. Schließlich musste noch eine Entscheidung über den Ausrichtungsort des 16. ISO fallen - Einladungen gab es aus Denver (Dank an Elly Browers und Don Van Nieuwenhuise) und aus Brasilia (Dank an Dermeval Do Carmo). Das Votum fiel eindeutig zugunsten der Hauptstadt Brasiliens aus, und so wird 2009 zum ersten Mal das internationale Ostracodologensymposium in Südamerika stattfinden. Im Anschluß an die Konferenz machten sich einige Teilnehmer mit Horst Blumenstengel auf den Weg ins Paläozoikum Thüringens oder stachen mit Dietmar Keyser und Burghard Scharf in See um die rezenten Ostracoden der Nordsee kennenzulernen. Nach dieser erfolgreichen und angenehmen Tagung geht der Dank der Ostracodenforscher an das tolle Berliner Organisationsteam Schudack&Schudack, Mischke, Kohring und Sames und natürlich an all die Helfer im Hintergrund. In den kommenden vier Jahren richtet sich unser Blick aber nach Brasilia, und wir freuen uns besonders auf die Ergebnisse der neuen interdisziplinären Projekte, deren Grundstein dieses Jahr in Berlin gelegt wurde! ![]() Dr. Michael Schudack dirigierte das erfolgreiche 15. Internationale Symposium der Ostracodologen. ![]() Trotz der weiten Anreise kamen allein 22 japanische Kollegen und Kolleginnen nach Berlin. Auf der Heimreise hatten sie zwei der drei Sylvester-Bradley-Awards im Gepäck - ein Zeichen für den hohen Stellenwert der Ostracodenforschung und der Ausbildung auf diesem Gebiet in Japan. Renate Matzke-Karasz, München © Paläontologische Gesellschaft, letzte Änderung |