Paläontologie in der Schule und für die Weiterbildung
Materialien zum Schulunterricht
Lehrerfortbildungsveranstaltungen in Frankfurt:
Die Veranstaltungen werden durchgeführt von MORPHISTO, Evolutionsforschung und Anwendung http://www.morphisto.de/akademie
Publikationen und CD's
Poster
Publikationen:
Die Evolution der Tiere
Die Evolution der Tiere in der 4. Neuauflage erfasst neueste
Erkenntnisse zur Bauplanevolution des Tierreiches. Die Beziehungen
der Tierstämme untereinander sind mit konstruktionsmorphologischen
Methoden erarbeitet und durch molekulare Daten bestätigt worden.
Die in dem Poster gezeigten Ableitungsmodelle beantworten offene
Fragen die in der Phylogenie des Tierreiches über viele Jahre hinweg
unbeantwortet geblieben sind und deckt sich mit der aktuellen
Neueinteilungen des Tierreiches in Deuterostomier, Lophotrochozoa und
Ecdysozoa.
Die ursprünglichsten Tierformen stehen im Zentrum. Von ihnen gehen
die Evolutionslinien aus, die zu den heute lebenden und fossilen
Tieren führen. Sie sind in naturalistischer Weise gezeichnet, denn
sie sind die real existierenden Repräsentanten am (derzeitigen) Ende
der Entwicklungslinien. Sie alle sind gleich weit vom ursprünglichen
Zentrum entfernt und in ihrer Weise hoch entwickelt. Die
traditionelle anthropozentrische, d.h. auf den Menschen bezogene
Weltsicht, mit der sich der Mensch an die Spitze eines von unten nach
oben, vom Niederen zum Höheren, wachsenden Stammbaumes stellt, ist
verlassen.

Evolution der schwimmenden Vierfüsser ? Parallelentwicklungen für
die Fortbewegung im Wasser
Das Poster zeigt die Evolution der schwimmenden Vierbeiner,
hochspezialisierter Wirbeltiere. Dabei geht es weniger um die
Tatsache, dass die meisten landlebenden Wirbeltiere prinzipiell noch
schwimmen können, vielmehr werden die evolutionären Optionen, welche
den jeweiligen Vorkonstruktion "inhärent" sind, verdeutlicht. Die
Evolutionsgeschichte der Vierfüsser macht am Beispiel der sekundären
Erschließung des Wassers besonders deutlichen, dass Tiere als
autonome, selbstbewegende Konstruktionen aktiv in neue Lebensräume
vordringen können und "Anpassungen" ein nachgeordnetes Phänomen sind.
"Anpassungen ans Wasserleben" sind zudem nur im Rahmen von
konstruktionellem Wandel zu verstehen, in dem ausgehend von sehr
unterschiedlichen Körperbauweisen letzten Endes immer wieder
Schlängelformen und Laminarspindelformen entstehen. Hinter der
Realisierung dieser hochoptimierten Antriebsformen stecken also
naturgesetzliche Prinzipien, nicht etwa - wie Anhänger
antiwissenschaftlicher Ideologien behaupten würden - ein
"intelligentes" oder sonstwie geplantes "Design".

Querschnitte: Heft 6, Mai 2007
(1) Die Frankfurter Evolutionstheorie: Neue Ansätze für die
Erforschung der Evolution des Lebens
(2) Die Frankfurter Evolutionstheorie: Inspiration für das Management
von Marken
Die Frankfurter Evolutionstheorie (FET) bietet seit nunmehr fast 40
Jahren alternative und ergänzende Ansätze für die
Evolutionsforschung. Sie wurde durch eine Arbeitsgruppe am
Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg entwickelt und hat
entscheidende Beiträge zur Rekonstruktion evolutionsgeschichtlicher
Abläufe (Stammesgeschichte, Bauplanevolution) geliefert.
Die hierzu entwickelte Methode der Konstruktionsmorphologie eröffnet
eine neue Betrachtungsweise für Lebewesen, die weit über die
bisherigen Merkmalsbeschreibungen hinausgeht. Körperformen und
Körperaufbau werden im Rahmen der FET als wissenschaftliches Problem
betrachtet und als aktiv (d.h. unter Energieaufwand) erzeugt
angesehen. Evolution wird nicht als Ursache, sondern als Ergebnis des
kontinuierlichen organismischen Wandels verstanden. Die Prinzipien
der Thermodynamik liefern den naturgesetzlichen Rahmen für dieses
grundsätzlich neue und von klassischen Konzepten abweichende
Verständnis von Lebewesen und ihrer Evolution. Diese Rahmenprinzipien
erlauben es, den Bauplanwandel (die Makro evolution) zu untersuchen
und zu rekonstruieren. Die FET hat ihren eigenen Geltungsbereich in
der Evolutionsforschung und ergänzt damit die bestehende Synthetische
Theorie der Evolution in entscheidendem Maße. Dennoch ist die FET bis
heute nur ansatzweise in der Scientific Community etabliert. Die
Gründe hierfür sind vielfältig. Zentral scheint zu sein, dass mit
Etablierung der FET eine Revision so mancher bisheriger
morphologischer und evolutionsbiologischer Wissensbestände nötig
werden könnte. Vor allem aber wirft sie ein neues und daher
ungewohntes Licht auf die Forschungsgegenstände der Biologie und
eröffnet neue Forschungsfelder, ähnlich wie in der Physik die
Quantentheorie neben der Newtonschen Mechanik oder in der Chemie das
Orbitalmodell neben dem Bohrschen Atommodell.
Die Chancen und Möglichkeiten, welche die FET eröffnet, sind enorm.
Mit ihrer Hilfe können neue, bislang unbedachte Aspekte in die
Evolutionsforschung integriert und ganz neue Fragen aufgeworfen und
bearbeitet werden. Die FET zeigt, dass die Evolutionswissenschaft
eine lebendige Disziplin ist, die sich weiterentwickelt, bestehende
Konzepte hinterfragt und ihre Geltungsbereiche diskutiert. Die
Etablierung neuer Theorien vollzieht sich oft nur langsam. Die FET
ist aber bereits in einigen Lehr- und Schulbüchern zu finden. In
hessischen Schulen steht sie auf dem Lehrplan für die Klassen 12/13.
Mittlerweile bekunden Wirtschaftsunternehmen ihr Interesse an den
Konzepten der FET. Ein Beitrag des Markenberaters Holger Schmidt,
Geschäftsführer der TNT Akademie, zeigt, wie die Prinzipien der FET
sich auf die Untersuchung von Markenentwicklung anwenden lassen.

Querschnitte: Heft 7, Mai 2007
Begleitheft zum Poster:
Die Evolution der Tiere
Begleittext zum Poster "Die Evolution der Tiere", mit dem Text der
Hörbuch-Doppel-CD: "Die Evolution"
(1) Das Leben entsteht
(2) Das Tierreich. Der Mensch.
(3) Der molekularbiologische Stammbaum der Tiere
Seit jeher versuchen Biologen eine Geschichte des Lebens auf der Erde
darzustellen. Entsprechend vielfältige Darstellungen gibt es. Die
wenigsten jedoch zeichnen ein Gesamtszenario. Vor allem die älteren
Darstellungen von Stammbäumen implizieren zudem eine
Höherentwicklung der Organismen und stellen den Menschen als die
Krone der Schöpfung an die Spitze der Evolutionsleiter. Nach der
heutigen Sicht hat der Mensch - ebenso wie der Fisch, der Wurm oder
der Schwamm - eine viele Millionen Jahre andauernde
Evolutionsgeschichte hinter sich und nimmt seinen Platz mitten im
Tierreich ein - ohne biologische Sonderstellung.
Die Pfade der Evolutionsgeschichte zu rekonstruieren und
nachzuzeichnen, ist ein Forschungsfeld der Evolutionsbiologie. Hier
spielen populationsdynamische und biogeographische Aspekte - mit
anderen Worten - der Rassen- und Artenwandel - eine ebensolche
Rolle wie der Wandel der Körperkonstruktionen, also die Frage nach
dem "Wie" der Umwandlung. Der Artenwandel wird anhand von
Merkmalsveränderungen untersucht, der Konstruktionswandel hingegen
kann nur ausgehend von einer ingenieursmäßigen Betrachtung des
Aufbaus, d.h. der Konstruktion der Organismen, rekonstruiert werden.
- Eine solche Sichtweise vermittelt die am Senckenbergmuseum in
Frankfurt am Main entwickelte Konstruktionsmorphologie und
Frankfurter Evolutionstheorie (siehe Heft Nr. 6). Sie versteht
Lebewesen als energiewandelnde, hydraulische Konstruktionen und
stellt Evolution als naturgesetzlich notwendige Optimierung,
Ökonomisierung und Differenzierung von Körperkonstruktionen dar.
Bereits 1992 erschien das Poster "Die Evolution der Tiere" in der
ersten Auflage. Die damalige Konzeption - die Evolution des
Tierreiches aus einem Guss - war grundlegend neu: Alle Baupläne des
Tierreiches wurden von der Körperkonstruktion eines Vorfahren her
abgeleitet, und nicht, wie in den bis dahin verbreiteten
Darstellungen üblich, für jeden Tierstamm ein anderer Vorläufer,
oder einfach nur stark simplifizierte Embryonalstadien, die über
reine Merkmalsvergleiche bestimmt wurden. Seit der 1. Auflage des
Posters sind viele neue Erkenntnisse hinzugekommen, und die
Ergebnisse wurden molekularbiologisch bestätigt.
Das vorliegende Heft ist das Begleitheft zum Poster "Die Evolution
der Tiere" in der 4. Auflage 2007. Zugleich gibt es den gesprochenen
Text der Doppel-CD "Die Evolution" wieder. Der Fließtext des
Heftes entspricht dem gesprochenen Text auf den beiden CD's, die
Exkurse, Abbildungen und der Beitrag auf S. 46-47 sind Ergänzungen
und dienen der Erläuterung des Posters.

Hörbuch CD Die Evolution Teil II
Hörbuch CD: Die Evolution, Teil 2: Das Tierreich. Der Mensch
Wie kommt es zu der überwältigenden Vielfalt des Tierreichs? Wie
entstanden die Tiere überhaupt? Warum gingen Fische ans Land, wie
wurden sie zu Reptilien? Warum starben die Dinosaurier aus? Stammt
der Mensch wirklich vom Affen ab?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet der Evolutionsbiologe Dr.
Manfred Grasshoff im zweiten Teilen des Hörbuchs zu Evolution und
Evolutionstheorie. Plastisch wird erklärt, wie das Leben auf der Erde
entstanden ist, wie sich die verschiedenen Stämme des Tierreichs
letztlich aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickeln konnten und wie
diese Linien verlaufen; in klarer Sprache gibt Grasshoff Einblick in
ein modernes Verständnis von Evolution und Evolutionsbiologie; er
stellt sich dabei auch ungelösten Fragen und macht auf Defizite
bisheriger Evolutionstheorien aufmerksam.
Das Sprecherpaar Anette Daugardt und Uwe Neumann ? spezialisiert auf
Krimi-Lesungen ? setzen die Geschichte der Evolution spannend in
Szene: ein packender, informativer Hörgenuss!
Hörbuch als CD-ROM, 74 min.
Hörbuch CD Die Evolution Teil I
Hörbuch CD: Die Evolution, Teil 1: Das Leben entsteht
Evolution ist eine Geschichte, die uns alle betrifft. Alles Leben auf
der Erde, alle Tiere, Pflanzen, Pilze, auch der Mensch, sind im Laufe
einer viele Millionen Jahre andauernden Evolutionsgeschichte
entstanden. Die Evolutionswissenschaft erforscht diese Geschichte.
Diese Forschungsarbeit beinhaltet die Rekonstruktion von Abläufen und
die Erklärung der Mechanismen und Faktoren der Evolution. Die
Rekonstruktion beginnt bei dem, was wir heute direkt bearbeiten
können, bei den heute lebenden Organismen. Von diesen ausgehend
werden die Bedingungen für ihren Aufbau und ihre Funktionsweise
bestimmt und dann evolutionäre Vorläuferstadien schrittweise
rekonstruiert.
Die wissenschaftliche Arbeit ist aber nicht mit der Rekonstruktion
beendet; ein wesentlicher Teil beginnt nun erst: Die Erzählung der
rekonstruierten Geschichte. Dr. Manfred Grasshoff, renommierter
Evolutionsforscher am Senckenberg-Museum in Frankfurt berichtet
davon, wie das Leben auf der Erde entstanden ist, wie es sich
entwickelt hat, und wie es sich erhält.
Hörbuch als CD-ROM, 54 min.
Strategien zum Umgang mit Kreationismus und ID
Das neue Buch von Ulrich Kutschera "Kreationismus in Deutschland" Buchbesprechung von Michael Gudo
von Reinhold Leinfelder
Paläontologische Inhalte eignen sich sowohl für den Erdkunde als auch für den Biologieunterricht. Auch für den Grundschulunterricht (Heimat- und Sachkunde) eignen sich viele Themen. Gerade für multidisziplinäres Arbeiten sind Themen aus der Paläontologie und Erdgeschichte besonders geeignet (z.B. Evolution, Klima, Ökologie, Ozeane, Wüsten, Regenwälder, Tierstämme, Entwicklung von Deutschland, Erdöl und Kohle).
An dieser Stelle werden wir Ihnen sukzessiv Materialien präsentieren, die insbesondere von Mitgliedern der Gesellschaft, oft in enger Zusammenarbeit mit Schulen und LehrerINNEN erstellt wurden. Prinzipiell können diese Materialien frei verwendet werden. Beachten Sie aber bitte die jeweiligen Copyright-Bestimmungen.
Weitere Materialien und Ressourcen finden Sie in den weiteren Kategorien der Rubrik Paläontologie in der Schule

Bestellmöglichkeit: hier oder auf Abbildungen klicken |
Didaktische Materialien: Geo-Reise in die Alpen
Die Georeise in die Alpen ist eine Sammlung
didaktischer Materialien für Schüler, Lehrer und
Studenten, die das Thema Geologie und
Paläontologie am Beispiel der Alpen-Entwicklung
spielerisch erlernen möchten.
Die Mappe enthält insgesamt 158 Seiten mit
Arbeitsblättern, Infomaterialien und
Folienvorlagen, sowie Legespiele, Faltspiele und
weiteres didaktisch wertvolles Material.
Herausgeber sind Elfi Fritsche und Gudrun
Sulzenbacher. Die Georeise in die Alpen ist im
Folio-Verlag erschienen und wird über die
Morphisto Evolutionsforschung und Anwendung GmbH
vertrieben. Käufer der Mappe erhalten auf die
Fortbildungsveranstaltung zum Thema Geologie &
Paläontologie einen Preisnachlass von 25 %
(Gutschein liegt der Mappe bei).
Sondereinband - 158 Seiten - Folio - Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2002 ISBN: 385256218X [11177]
37,00EUR

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Leinfelder, R., Kull, U., Brümmer, F. (eds)(2002, 2.Auflg.):
Riffe - ein faszinierendes Thema für den Schulunterricht. Materialen für die Fächer Biologie, Erdkunde und Geologie. 150 Seiten. Kostenlos!
Das 1998 erschienene und mit dem Grüter-Preis für Wissenschaftsjournalismus belegte Buch enthält u.a. direkt verwendbare, von Lehrkräften erstellte Arbeitsblätter. Das vergriffene Buch wurde anlässlich des Jahrs der Geowissenschaften in einigen Bereichen aktualisiert und als kostenlose pdf-online-Version neu aufgelegt. Nährere Infos zum online-Buch und Downloadmöglichkeit unter http://www.palaeo.de/riffschulbuch
Tipp: Sehen Sie auch unter http://www.riffe.de sowie http://www.palaeo.de/edu nach weiteren Ressourcen zum Thema.
Neu: passend zum Thema: Eine Online-Präsentation zum Thema "Riffe unter Stress - früher und heute" von R. Leinfelder, basierend auf verschiedenen öffentlichen Vorträgen Leinfelders u.a. an Schulen. Siehe http://www.palaeo.de/tv/talks/reeftalks.html (Oct. 2002)
Neu: weiterhin zum Thema: pdf-version eines Vortragsskripts von R. Leinfelder zum Thema: Die Entwicklung der Biodiversität - das Beispiel der Riffe: siehe http://www.palaeo.de/leinfelder/research/reprints.shtml
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letzte Änderung 15.10.2007 durch August Ilg
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